CDU Stadtverband Soest
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CDU-Fraktion fordert Klarheit zum Umgang mit wachsender Saatkrähenpopulation

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Soest fordert Klarheit über den weiteren Umgang mit der stetig wachsenden Saatkrähenpopulation im Stadtgebiet.

Während insbesondere der Soester Norden und der Bahnhofsbereich seit Jahren stark betroffen sind, breiten sich die Saatkrähen zunehmend auch in weiteren Teilen des Stadtgebiets aus. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist die Situation mittlerweile kaum noch
hinnehmbar. Im Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2025 hat sich die CDU Soest ausdrücklich dafür ausgesprochen, die Saatkrähenpopulation zu reduzieren und alle verfügbaren sowie rechtlich zulässigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Menschen wirksam vor den Belästigungen durch die Tiere zu schützen. Die Ratsfraktion greift dieses Anliegen nun erneut auf und stellt hierzu eine Anfrage an den Ausschuss für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz.
Die zunehmende Ausbreitung der Krähen führt in immer mehr Wohn- und Aufenthaltsbereichen zu erheblichen Beeinträchtigungen des Alltags. Anwohner berichten von massiver Lärmbelästigung durch anhaltendes und teils sehr frühes Krächzen, von starken Verschmutzungen durch Kot auf Gehwegen, Fahrzeugen, Balkonen und öffentlichen Plätzen sowie von einer spürbaren Einschränkung der Aufenthalts- und Lebensqualität.
Besonders im Umfeld von Wohnhäusern, Schulen, Kindertagesstätten, Spielplätzen und stark frequentierten Bereichen wie dem Bahnhof werden die Belastungen als erheblich empfunden.
Der CDU-Fraktion ist bewusst, dass Saatkrähen unter besonderem Artenschutz stehen. Der notwendige Schutz der Tiere dürfe jedoch nicht dazu führen, dass Menschen dauerhaft und flächendeckend erheblichen Belastungen ausgesetzt seien. Alle bislang ergriffenen Maßnahmen zur
Vergrämung oder Reduzierung der Krähen hätten sich als nicht nachhaltig erfolgreich erwiesen.
Nach Auskunft der Stadt Soest prüft das zuständige Umweltministerium derzeit die Erteilung einer Genehmigung für das gezielte Töten einzelner Tiere, um den Bestand langfristig zu reduzieren. Diese Prüfung stellt eine echte Kehrtwende in der bisherigen Haltung des Ministeriums dar, da entsprechende Maßnahmen bislang grundsätzlich ausgeschlossen wurden. Vor diesem Hintergrund bittet die CDU-Fraktion die Verwaltung um eine aktuelle Sachstandsmitteilung.
Zudem erwartet sie eine klare Aussage der Verwaltung dazu, ob und wie sich die Stadt Soest auf entsprechende Maßnahmen vorbereitet und ob diese – bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen – auch konsequent umgesetzt werden.
Die Sorgen vieler Anwohnerinnen und Anwohner müssen ernst genommen werden. Ziel muss eine nachhaltige Lösung sein, die den berechtigten Interessen der Menschen gerecht wird.