Komplette Tempo-30-Zone macht in der Kernstadt keinen Sinn

CDU im aktuellen Gespräch

Rolf Meiberg, CDU-Fraktionsvorsitzender: Tempo 30 für den Kraftverkehr ist den Soesterinnen und Soestern vertraut. Denn auf gut 80 % der Soester Straßen in der Kernstadt und insbesondere in der gesamten Altstadt herrschen heute schon Tempo 30 oder weniger.
Lediglich die Ringstraßen im nahezu kreisrunden Stadtgrundriss und die Ausfallstraßen weisen eine höhere zulässige Geschwindigkeit aus. Dies ist auch grundsätzlich richtig so, weil dies einen vernünftigen Verkehrsfluss gewährleistet. Eine Geschwindigkeitsreduzierung auf diesen Straßen macht auch unter Klimaschutzaspekten kaum Sinn, vielmehr wären verstärkt Staus vorprogrammiert und der Busverkehr in Soest nicht mehr in der Lage, seine Taktzeiten einzuhalten. Die Attraktivität des ÖPNV würde deutlich abnehmen. Einsatzkräfte wie zum Beispiel die Feuerwehrleute kämen zu spät zur Wache und folglich zu ihren Einsätzen - ein Risiko für Menschen in Notlagen. Eine erhöhte Feinstaubbelastung ist unserer Stadt ohnehin fremd. Das Fazit: Die stadtweite Einführung von Tempo 30 auf allen Soester Straßen sowie eine komplett autofreie Innenstadt sind mit der Soester CDU nicht zu machen. Wir setzen auf individuelle Lösungen – dazu gehört auch die Betrachtung der Situation jedes einzelnen Abschnitts des Binnerwalls.