Agrarpaket und die Sorgen der Landwirte

CDU im aktuellen Gespräch

Stadtverbandsvorsitzender Andre Hänsch: Die Kommunalpolitik kann keinen direkten Einfluss auf das geplante Agrarpaket nehmen. Dennoch teilt die Soester CDU die Sorgen der heimischen Landwirte.

Mit diesem Paket beschleunigt man den Strukturwandel: Kleine und mittlere Betriebe werden schließen, Großbetriebe dagegen wachsen. Der Kreis Soest ist mit 48% der landwirtschaftlichen Fläche deutschlandweit aufgrund der Ausweisung von Vogelschutzgebieten am meisten betroffen: Die heimischen Landwirte befürchten ca. 30% Ertragseinbußen. Das sind für die örtlichen Betriebe harte Fakten und kein künstliches Jammern! Es geht um deren Existenz! Wenn die heimische Landwirtschaft geschädigt wird, würden unsere Lebensmittel aus Übersee mit zweifelhaften Umwelt-, Tierwohl- und Naturstandards importiert. Aus CDU-Sicht produzieren unsere Landwirte gute Nahrungsmittel ressourcenschonend und naturverträglich. Durch das Herbizid-Verbot wird ein hohes Maß an mechanischer Bodenbearbeitung notwendig, die zu mehr Dieselverbrauch führt und damit Klima, Natur und Umwelt belastet. Die Gelege der Bodenbrüter würden dabei permanent vernichtet. Eine weitere Folge könnte durch mehr Maisanbau das Entstehen von Monokulturen sein. Der Rapsanbau ist ohne Pflanzenschutzmittelfast nicht möglich, so dass weniger Nahrung für Bienen zur Verfügung steht. Aus Sicht der CDU-Soest sollte mit den Landwirten eine für alle Seiten umsetzbare Lösung gefunden werden.Das Kommunalpolitische Programm 2020 der CDU-Soest beinhaltet das Kapitel „Dörfer und Landwirtschaft“.

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