Pogrom-Gedenken in Soest

CDU im aktuellen Gespräch

Christiane Mackensen, CDU, Stellv. Bürgermeisterin:

Mit Abscheu und Entsetzen reagiert die CDU Soest auf die zunehmenden antisemitischen Anfeindungen und Übergriffe in unserer Gesellschaft. Einen traurigen Höhepunkt hat diese Entwicklung in dem Attentat auf die Synagoge und die Menschen in Halle gefunden. Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, dass mit dem Gedenken an die sogenannte Pogromnacht, die Gewaltexzesse gegen jüdische Mitbürger und Einrichtungen am 9. November 1938, immer wieder ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt wird. In Soest wird dieses Gedenken seit vielen Jahren vom Rat christlicher Gemeinden unter Beteiligung der Stadt Soest vorbereitet und ruhig und respektvoll abgehalten. Ruhe und Respekt waren in der Vergangenheit auch der Grund, warum man dem Kirmestrubel entgehen wollte und noch heute immer in der Woche nach der Kirmes zusammenkommt. Zu einer Änderung dieser Terminwahl hat es allerdings in den letzten Jahren schon verschiedentlich Gespräche gegeben. Auch 1938 war der 9. November ein Kirmestag. So wäre es ein sehr starkes Zeichen, dieses Datum mit der Gedenkstunde fest zu verankern - auch während der Kirmes. Der vertraute Veranstaltungsort in der Osthofenstraße, wo die Synagoge stand, sollte ebenso erhalten bleiben, wie der anschließende gemeinsame Gang zum Jüdischen Friedhof. In diesem Jahr wird es ohnehin 2 Veranstaltungen geben. Der Rat christlicher Gemeinden wird am Kirmessamstag, den 9.11.2019, um 17:00 Uhr in Alt-St. Thomae eine Andacht abhalten. Das gemeinsame Gedenken von Rat christlicher Gemeinden und Stadt mit der Ansprache des Bürgermeisters findet in diesem Jahr am Donnerstag nach der Kirmes, am 14. 11.2019, um 16:00 Uhr in der Osthofenstraße mit dem anschließenden Gang über den jüdischen Friedhof und den Osthofenfriedhof statt. Wir Soester sollten diese Erinnerung mit Leben füllen.

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